TR-Register Austria Logo TR-Register Austria
logo      
   
 


Wie der TR 7 zum Healey 2000 werden sollte

Als „Healey 2000“ sollte der 1981 eingestellte TR 7 Auferstehung feiern. Dabei wäre die Einstellung vielleicht gar nicht notwendig gewesen, hätte man das wunderschöne Michelotti-Cabrio schon früher gelauncht. Foto TR 7, Günter Bauer.

Überzeugte optisch nur in „Kriegsbemalung”: Das TR 7-Coupé – als TR 7 V8 auf den Rallyepisten zuhause. Unser Clubmitglied Donald Demmel lässt es wieder auferstehen.

Kurz nach der Einstellung des TR 7 gab es den Versuch einer Rettung. DeLorean-Manager Barrie Wills wollte ihn mit Zustimmung Donald Healeys als „Healey 2000“ weiterproduzieren. Ossi Posch berichtet.

 

Donald Healey war Triumph seit 1933 sehr verbunden; als Technischer Direktor und als Star-Driver. Und versuchte bis zuletzt, als Triumph 1939 in Konkurs und 1940 von deutschen Bombern in Schutt und Asche gelegt worden war, den neuen Eigentümer Ward Ltd. zu einer Wiederaufnahme der Autoproduktion zu bewegen. Das Auto dafür hatte er ab 1939 in seiner Zeit bei Hobson Carburettors und Rootes (Humber) schon konstruiert, aber Ward lehnte ab und verkaufte Triumph 1944 stattdessen an Standard. Diese Episode sollte aber nicht der letzte Kontakt zwischen Triumph und Donald Healey gewesen sein. Ihre Wege kreuzten sich erneut- und 40 Jahre später. Und das kam so.

Am 5. Oktober 1981 waren in Solihull die letzten TR 7 und TR 8 vom Band gelaufen und die Ära der TR schien endgültig vorbei. Da tauchte wenig später die Idee einer „Wiederauferstehung“ auf. Und zwar im Zusammenhang mit dem DeLorean, dem Auto aus dem Science-fiction-Klassiker „Zurück in die Zukunft”.

Der Grund dafür lag in der misslichen Lage von DeLorean, das sich seit 19. Februar 1982 in Insolvenzverwaltung befand. Geschäftsführer Barrie Wills plante daher zur Sicherung der 2.500 Arbeitsplätze und Auslastung des Standorts, basierend auf einer McKinsey-Studie eine zweite Sportwagenlinie zu installieren. Er dachte dabei an den wenige Monate zuvor eingestellten TR 7, bei dem die Wiederaufnahme der Produktion aufgrund der noch vorhandenen Lieferketten und Presswerkzeuge leicht möglich gewesen wäre. Da British-Leyland dem Vorhaben aber nur unter der Bedingung zustimmen wollte, dass das Auto anders aussehen und nicht TR heißen würde, verhandelte Wills auch mit Geoffrey, dem Sohn von Donald Healey, über die Verwendung der Marke Healey.

„Der (optisch geglättete) TR 7 könnte „Healey 2000” und der TR 8 „Healey 3500” heißen“, schlug er diesem vor, und der DeLorean sollte zu einem „Healey Gullwing” und mit dem ex-Rover-V8 des TR 8 bestückt werden. Laut Aussage von Wills habe Healey über dieses Vorhaben auch mit Vater Donald gesprochen, und auch dieser habe der Markenverwendung zugestimmt.

Dazu sollte es allerdings nicht mehr kommen. Denn die britische Regierung lehnte weitere Investitionen in DeLorean ab. Am 18. Oktober 1982 war dann endgültig Schluss. Mit dem DeLorean und auch mit einer „Auferstehung“ des TR 7. (Quellen: Barrie Wills „John Z. DeLoren and Me“ und „45 Years Without John DeLorean“, www.barriewills.com. Oswald M. Posch, „Die TR History”. Privatedition, gewidmet dem TR Register Austria.)

 
Impressum