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Der 1. Prototyp: Triumph TRX

Chefingenieur Walter Beigrove bekam den Auftrag, ein vollkommen neues Gehäuse zu entwerfen, obgleich es auf das Chassis und das Fahrgestell des neuen Vanguard Saloon aufgesetzt werden sollte. Der Motor behielt seinen früheren Hubraum von 2.088 cm3. Dies gereichte dem Wagen in der Sportwagenklasse mit der Kapazität von über zwei Litern zum Nachteil. Obendrein bekam er eine Lenkradschaltung verpasst. Auf diese Weise entstand ein übergewichtiger, komplizierter und vollkommen unsportlicher neuer Roadster, genannt TRX, der sein Debüt auf der Automobilausstellung in Earls Court von 1950 hatte und danach spurlos von der Bildfläche verschwand.

Nur drei solcher Wagen, alles Prototypen, wurden je gebaut. Wenn man sich die beiden übriggebliebenen ansieht, wird einem schnell klar, warum der TRX niemals in die Serienproduktion gelangte. Der Wagen war nicht nur schwerfällig und leistungsschwach, auch das Styling kann man bestenfalls als ungewöhnlich bezeichnen. Die doppelwandige Leichtmetallkarosserie hätte man kostengünstig nicht in größeren Mengen herstellen können.

Der 2. Protoyp der 20TS

Unter der Bezeichnung 20TS entstand ein neues Sportwagenprojekt. Der Wagen war mit einem 75-PS-Motor ausgestattet. Das Hubvolumen lag bei 1991 cm3, was bedeutete, daß dieser Wagen nahtlos in die 2,0-Liter-Klasse des Motorsports passte.

Der 20TS besaß einen persönlichen, ja einzigartigen Stil. In voller Absicht vermied man alles Traditionelle und konstruierte einen breiten Bug mit vorstehenden Einbauscheinwerfem. Die Karosserie bestand gänzlich aus Metall.

Die Magazine "The Autocar" und "The Motor" hatten gerade noch Zeit, um ihre berühmten Schnittmodellzeichnungen von dem einzigen weißen Modell anzufertigen, da mußte es auch schon zur Ausstellung. Der Zeitdruck war so groß, dass Standard-Triumph nicht einmal mehr dazu kam, ihm einen passenden Namen zu geben. Er hieß einfach "der neue Sportwagen von Triumph".

In Earls Court hielt sich die Presse in der Beurteilung des Wagens zunächst zurück. Sehr bald stellte sich heraus, dass Walter Belgroves halb traditionelles Styling des Hecks nicht gut ankam, zum einen seines Aussehens wegen, zum anderen, weil überhaupt kein Laderaum vorhanden war.

In der Öffentlichkeit setzte sich später für den Prototyp dieses Wagens die Bezeichnung "TR1" durch, aber sie blieb stets inoffiziell und tauchte nie in Standard-Triumphs eigenen Dokumenten auf.

Text: Martin Novak

 

 
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