Auch heuer hat es ein TR-Weekend gegeben, das uns allen zur Ehre und vor allem zur Freude gereicht hat.
Das altbewährte Resort Kothmühle im Mostviertel war unser Stützpunkt für zwei Tagestouren durch 3 Bundesländer und deren Viertel, wobei wir die Schönheit des Hinterlandes abseits der Hauptstraßen gesucht und gefunden haben. Der erste Tag führte uns über den Hengstberg und entlang des Nibelungenpfades nach Schloss Artstetten, also vom Mostviertel ins Waldviertel. Dann weiter ins OÖ Mühlviertel – 85 kurvige km zur Meierei in der Ruine Prandegg. Die Strecke, malerisch durch den Hochwald am Bärnkopf ohne störenden Verkehr, lud regelrecht zu einer sportlichen Fahrt ein. Nach verdienter Rast ging es zurück – vorbei an Burgen und Ruinen auf schroffem Felsen, durch das romantische Naarntal bis in das heiße Donautal. Ein Rundumblick von der Kuppe am Kollmitzberg über die Donau und die Kalkalpen belohnte die Mannschaft für die waghalsige Auffahrt. Nach der obligaten Tankpause konnten wir den Tag am Schwimmteich oder einfach mit einem Getränk im Schatten ausklingen lassen.
Der zweite Tag führte uns nach Süden bis durch das Gesäuse, natürlich nicht ohne vorher wieder ein paar Panoramen des Mostviertel zu genießen, sogar mit Kulturstop an der Basilika Sonntagberg – ein Barockjuwel mit legendärer Ein- und Aussicht. Über Nebenstraßen und Güterwege ging die nächste Etappe nach Maria Neustift und dann hinunter ins Ennstal, über den Buchauer Sattel und die alte Lauferbauerbrücke durch das Gesäuse bis zum Kirchenwirt in Gams. Durch gutes Essen beflügelt führte die flotte Heimfahrt mit Abstechern durch kaum bekannte Talschaften, vorbei an verlassenen Mühlen oder wunderschönen Gärten. Beim abschließenden Blick vom Hochkogel auf die Donau vorne und den Ötscher hinten konnte man schon das verdiente Getränk im Ziel Kothmühle „riechen“.
Wir hatten Glück – Glück mit dem Wetter und den Straßenbedingungen, die ein herrliches Gleiten (Glühen) durch wunderbare Landschaften ermöglichten und am wichtigsten -unfallfrei!
Leider war das Glück aber nicht allen gleich hold und die Mannschaft dezimierte sich langsam durch kleinere und größere Pannen technischer oder gesundheitlichen Art. Manches technische konnte auf der Strecke in bewundernswertem Teamwork mit enorm viel Fachwissen, unglaublichen Ersatzteilpaketen und einem Quäntchen Glück behoben werden – Momente des Zusammenhaltes wegen derer man gerne wiederkommen will.
Alles in allem war es ein Wochenende bei dem der Fahrspaß riesig, die persönlichen Interaktionen befriedigend und sogar der Erholungsfaktor groß war. Die Disziplin der Truppe war legendär – „09.00 rolling“ wurde penibel eingehalten und es freute offenbar alle, die gefühlt 9.836 Kurven auf gesamt 425 km Strecke mit ca. 4.700 Höhenmeter pünktlich in Angriff zu nehmen.
Und so kam es, dass die abschließenden präsidialen Anregungen, für mehr Mitfahrer für ein TR-Weekend 2027 (vielleicht im Norden Österreichs?) zu werben, von den Teilnehmern 2026 gerne aufgenommen wurden und die Vorfreude auf dieses Gemeinschaftsevent bereits vorhanden ist.
Also meldet Euch zahlreich, es wird es sicher wert sein, 2027 dabei gewesen zu sein.
